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Ratgeber

lic. iur. Serap Hänggi, CAS Forensics
Rechtsberaterin
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Konkurrenzverbot im Arbeitsrecht
Die Meinung, dass ein Konkurrenzverbot ohnehin nicht durchsetzbar ist und es deshalb leichtfertig unterschrieben werden kann, ist in vielen Köpfen fest verankert. Möchten Sie ein Konkurrenzverbot selbst im Vertag verbindlich für ihre Arbeitnehmer aufsetzen oder stehen Sie davor, ein Konkurrenzverbot zu unterschreiben, welches sie verpflichtet, dann sollten Sie gewisse allgemeine Fakten diesbezüglich kennen.
Eine gültige Vereinbarung von Konkurrenzverboten ist hierzulande vor Gerichten immer wieder ein Thema. Das Konkurrenzverbot ist gesetzlich geregelt. So gibt das Gesetz dem Arbeitgeber die Möglichkeit, seine Angestellten unter bestimmten Voraussetzungen stark an das Unternehmen zu binden. Ein Konkurrenzverbot kann Sie insbesondere dazu verpflichten, weder auf eigene Rechnung ein Geschäft zu betreiben, noch in einem solchen Geschäft tätig zu sein oder sich daran zu beteiligen, das mit dem des Arbeitgebers im Wettbewerb steht. Je nach Branche und Qualifikation kann dies fast einem Berufsverbot gleichkommen. Folglich muss das Konkurrenzverbot geographisch, zeitlich und sachlich begrenzt werden. Ein allgemeines Konkurrenzverbot ist somit nicht gültig.
Unter zeitlicher und geografischer Begrenzung können sich viele etwas vorstellen. Was ist aber nun eine konkurrenzierende Tätigkeit und wie kann oder muss ein Verbot vereinbart werden? Grundsätzlich soll durch das Konkurrenzverbot ausgeschlossen werden, dass der Arbeitnehmer die gleiche Arbeit selbstständig oder bei einem Konkurrenten erbringt und so das bisherige Unternehmen seines «Ex-
Arbeitgebers» schädigen kann. Während des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer Treuepflichten gegenüber seinem Arbeitgeber. Dazu zählt, dass er die konkurrenzierende, treuwidrige Tätigkeit bei einem Dritten unterlässt und sich auch an das Abwerbeverbot hält. Vertraglich kann eine Konkurrenzierung innert bestimmten Schranken auch für die Zeit nach Ende des Arbeitsverhältnisses vereinbart werden. Ein Konkurrenzverbot verlangt zudem eine schriftliche Regelung im Arbeitsvertrag. Vereinbart werden kann ferner eine Konventionalstrafe oder die sogenannte Realerfüllung. Realerfüllung ist die Möglichkeit der Arbeitgeberin, die Unterlassung der konkurrenzierenden Tätigkeit zu verlangen. Verbindlich ist ein vertragliches Konkurrenzverbot aber nur dann, wenn der Arbeitnehmer Einblick in den Kundenkreis oder in Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisse hatte. Der Arbeitnehmer muss sodann als weiteres Kriterium konkurrenzierend tätig sein.
Das wirtschaftliche Fortkommen des Arbeitnehmers darf jedoch trotz Konkurrenzverbot nicht unnötig erschwert werden. Das Gesetz sieht eine Maximaldauer des Konkurrenzverbotes von drei Jahren vor. In der Praxis ist dies eher kürzer. Das Gericht kann ein vereinbartes Konkurrenzverbot zeitlich, örtlich und gegenständlich jedoch herabsetzen, wenn für die Durchsetzung das Gericht angerufen wird. Es ist aber zu beachten, dass ein ordentliches Gerichtsverfahren bis zum Vorliegen eines Urteils lange dauern kann. Folglich kann bei Dringlichkeit ein vorsorglicher bzw. ein superprovisorischer Antrag in der Sache an das Gericht erfolgen, was innert kurzer Zeit Klarheit betreffend Rechtslage verschaffen kann. Sollten Sie sich näher über die Zulässigkeit und die Durchsetzbarkeit eines Konkurrenzverbots informieren wollen, empfehle ich Ihnen, rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Was bringt eine Streuung der Anlagen (Diversifikation)?
Wenn man die besten Aktien hat, braucht es keine grosse Streuung, habe ich schon von Kunden gehört. Ja, das ist richtig. Das Problem ist aber immer das gleiche. Was heute sehr gut ist, kann morgen oder übermorgen anders sein und bis man es merkt oder wahrhaben will, hat sich die Situation schon geändert. Genau aus diesem Grund schützt eine vernünftige Diversifikation vor Klumpenrisiken und enormen Verlusten. Ein Beispiel: Vor rund 20 Jahren hatte ich eine Anfrage für eine Depotanalyse und Beratung. Dabei stellte ich einen Anteil von fast 30 % in Aktien Kudelski fest. Fast der ganze Rest war in weiteren Hightech-Aktien investiert und die Person stand kurz vor der Pension. Auf meine Frage, was er machen würde, wenn an einem Montagmorgen die Kudelski-Aktien nur noch zum halben Preis gehandelt würden, meinte er nur, so viel wie möglich zukaufen. Damals waren die Kudelski-Aktien rund Fr. 230.-, heute knapp Fr. 6.-. Auch ganz viele der anderen gehaltenen Hightech-Aktien gibt es nicht mehr. Das Depot wäre heute vielleicht noch 10 – 15 % vom ursprünglichen Wert. Wie viel Streuung braucht es dann? Es braucht nicht 100 oder mehr Einzeltitel. Ich empfehle Positionsgrössen von 2 – 3 % und ein absolutes Maximum bei 10 %. Kostengünstige ETF’s können auch sehr sinnvoll sein. Sehr zurückhaltend bin ich aktuell mit gemischten Fonds. Diese erfüllen zwar den Diversifikationseffekt. Die Kosten des Fonds fressen aber im Moment einen grossen Teil der Rendite weg, da mit dem Obligationenanteil kaum mehr etwas zu gewinnen ist. Wichtig ist auch zu wissen, dass man das Marktrisiko mit Diversifikation nicht wegbringt. In Panikphasen geht alles runter, und das erst noch sehr schnell und oft schockartig. Mit der Diversifikation verhindert man aber, dass man ein ganz grosses Problem bekommt.

Prognosefähigkeit von Finanz-«Experten»
Verlässliche Finanzprognosen sind äus-serst schwierig zu machen. Neben viel Fachwissen braucht es grosse Erfahrung, psychologische Kenntnisse (unter anderem Phänomene der Massenpsychologie), einen gesunden Menschenverstand und dann auch noch sehr viel Glück, vor allem, was das Timing betrifft. Eine Prognose stellt immer einen persönlichen Standpunkt dar und ist nie eine Garantie. In der Finanzpresse werden immer wieder Experten oder sogar Finanzgurus zitiert.
Diese kochen aber alle auch mit Wasser. Viele haben ein grosses Finanzereignis frühzeitig erkannt und dadurch Kultstatus erreicht. Dass genau die gleichen Profis aber auch viele Fehlprognosen gemacht haben, wird oft unter den Teppich gekehrt. Fast permanent wird vor dem Untergang des Finanzsystems gewarnt, passiert ist es nicht. Andere Experten meinen dagegen, dass Aktien immer noch stark unterbewertet seien. Beides ist wahrscheinlich falsch, aber niemand ist ganz sicher.
Fazit: Experten sind gut, um Ideen und Argumente zu bekommen. Deren Schlussfolgerungen müssen aber mit der nötigen Vorsicht behandelt werden und nicht zu Überreaktionen verleiten.
Veranstaltungshinweise: «Was ich beim Verkauf einer Liegenschaft beachten muss»: 28. Januar, 18.30 Uhr im Gemeindesaal in Möhlin; 29. Januar, 18.30 Uhr im Rebstock in Frick.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Gicht
Lieber Leser, ich hoffe, Sie hatten alle frohe und genussvolle Festtage und sind gut in das neue Jahr gestartet. Während dieser Tage haben wir sicher alle (mehr oder weniger) opulent gegessen und getrunken, wie das bei diesen schönen Feiertagen einfach dazu gehört! Jetzt ist Mass-halten wieder angesagt, und das ist sicher einer der guten Neujahrsvorsätze. Durch dieses «Schlemmen» kann bei genetisch vorbelasteten Menschen eine schleichende Stoffwechselerkrankung sicht- und spürbar werden: die Gicht. Darum ist dieser Ratgeber ihr gewidmet.
Früher wurde die Gicht die Krankheit der Könige genannt, weil sie mit einem opulenten Ess- und Trinkverhalten einhergeht. Die normale Bevölkerung konnte sich vor dem letzten Jahrhundert nur «Purin-arm» ernähren, mit hauptsächlich Brot, Milchprodukten und Kartoffeln. Also was ist jetzt die
- Ursache:
Es handelt sich um eine Stoffwechselerkrankung mit erhöhten Harnsäure-Werten im Blut. Wie bereits angedeutet ist eine genetische Komponente dabei. Von einer Hyper-Urikämie (zuviel an Harnsäure im Blut) spricht man ab einer Überschreitung der Harnsäure Konzentration von 6,5 bis 7 mg/dl im Serum. (Ein einmal festgelegter Grenzwert). Ohne Beschwerden ist dieser Wert nicht von Bedeutung. Es gibt nämlich viele Menschen, die einen erhöhten Wert haben, es nicht wissen und auch keine Beschwerden aufweisen. Also ist eine vermehrte Bildung und gleichzeitige eine verminderte Ausscheidung von Harnsäure über die Niere wichtig. Vor allem letzteres Kriterium ist ausschlaggebend! Eine vorhandene Gicht ist immer behandlungsbedürftig, um einem Nierenschaden vorzubeugen! In weit über 99% aller Fälle (ohne äussere Einwirkung) liegt eine Nierenfunktionsstörung vor (vererbt). Diese Menschen haben eine Ausscheidungsstörung für Harnsäure bei einer sonst normalen Nierenfunktion. Weitere Krankheiten wie iabetes oder Leukämie können ebenfalls zu diesen Problemen führen. Auch übermässiger Alkoholkonsum trägt dazu bei. Allgemein ist unser Lebensstil mit zu viel Genussmitteln, zu wenig Bewegung und damit verbunden zu viel Gewicht bei genetisch vorbelasteten Menschen einer der beeinflussbaren Faktoren in diesem Geschehen.
- Auswirkung:
Ein Gichtanfall ist sehr schmerzhaft. Die zu grosse Konzentration der Harnsäure bewirkt ein Ausfällen der Urat-Kristalle in den Gelenken und anderen Geweben. Ein Gichtanfall kommt meistens plötzlich und unangemeldet – häufig während man schläft. Starke Schmerzen und eine oft mit Rötung einhergehende Schwellung klassischerweise im Grosszehen-Gelenk, bewegen die Betroffenen sofort zum Arzt zu gehen. Nochmals: Das Gelenk ist gerötet, extrem schmerzempfindlich besonders bei Berührung, stark geschwollen und überwärmt = heiss. Weitere allgemeine Entzündungszeichen wie Fieber, einen Anstieg der weissen Blutkörperchen und selten Kopfschmerzen werden ebenfalls beobachtet. Vor dem Anfall sieht man erhöhte Harnsäurewerte, während des Anfalls sind sie oft normal. Podagra ist der Name für den Befall des «Fusses». Grundsätzlich kann der akute Gichtanfall, auch der erste, jedes Gelenk betreffen. Unbehandelt (seltenst, es tut sehr weh) dauert ein Anfall 2 bis 3 Wochen an. Im Krankheitsverlauf kann die «Zeit-Dauer» der Anfälle zunehmen oder sogar in der chronischen Phase so ineinander übergehen, dass es keine schmerzfreien Intervalle mehr gibt. In dieser Phase werden die Gelenke zerstört, mit Deformationen. Es kommt zu Nierensteinen und letztendlich zu Nierenversagen.
- Behandlung:
Jede Therapie ist individuell mit dem Arzt zu erstellen!
Ein akuter Gichtanfall wird klassischerweise mit hochdosiert verordneten NSAR-Schmerzmitteln behandelt. Diese Klasse der Schmerzmittel kann direkt in das Entzündungs-Geschehen eingreifen und hemmt sie dabei. Acetylsalicylsäure (bekannt als Aspirin) z.B. ist dabei nicht geeignet, es verlangsamt die Ausscheidung der Harnsäure.
Colchicin ist ein weiteres gutes Medikament. Das Gift der Herbstzeitlose wird nicht bei Menschen mit Nierenproblemen angewendet. Ansonsten wurde es bereits in der Antike für diese Erkrankung eingesetzt. Leider ist es in der Schweiz als Fertigmedikament nicht zugelassen und die Kosten müssen daher nicht von den Krankenkassen übernommen werden.
Cortison wird ebenfalls (auch in Kombination mit Schmerzmitteln) erfolgreich eingesetzt. Es zeigt mit die stärkste Entzündungshemmung.
Alle diese Medikamente bekämpfen aber nur die Symptome.
Im weiteren Ratgeber gehen wir auf die Behandlung und vor allem auf die Vorbeugung ein.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Tolles Aktienjahr – wie weiter?
Wir haben die längste Aktienhausse hinter uns, und wie lange sie noch anhält, weiss niemand. Das ablaufende Jahr war vor allem für Aktienanleger mit wenigen Ausnahmen ein sehr erfreuliches Jahr. Soll man nun Gewinne mitnehmen oder laufen lassen? Gibt es verlässliche Prognosen für die Zukunft? Man solle tanzen, so lange die Musik spiele, sagt ein altes Sprichwort.
Wer jetzt aussteige, verpasse eventuell weitere Kursanstiege – das haben wir gerade in einem Bankenkommentar gelesen. Das kann sein. Auch sind die «vernünftigen» und gewinnbringenden Anla­ge­möglichkeiten im jetzigen Umfeld extrem spärlich. Sind wir aber nicht bereits in der Phase, bei welcher die Hauptmotiva­tion eines Aktienkaufs nur noch der Wiederverkauf zu einem höheren Kurs ist? Sicher bin ich nicht und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die Aktienkurse weiter steigen. Von einigen früheren Trendwechseln weiss ich aber, dass es ziemlich weh tut, wenn viele Anleger überstürzt den Notausgang nehmen wollen. Das führt dann zu sehr grossem Abgabedruck. Kursgewinne können sich dann innerhalb weniger Tage in Luft auflösen. Panik ist nicht angesagt. Ich bezweifle aber stark, dass die nächsten Jahre noch grosse Aktienrenditen bringen werden. Komplett aussteigen würde ich aber sicher nicht. Tendenziell aber wieder einen Gang rausnehmen und einfach viel Geduld haben.

Mehrere Jahre Negativzinsen – mit viel zu vielen Nebenwirkungen
Wenn ich ein Unwort des Jahres wählen könnte, dann das Wort «Negativzins». Zuerst als kurzfristige Massnahme gedacht, scheint er mittlerweile alternativlos zu sein. Im Namen ist das Wort «negativ» enthalten und für mich sind die zahllosen Nebenwirkungen fast ausschliesslich negativ. Völlig falsche Anreize werden gesetzt: Schulden machen lohnt sich. Der Kapitalnehmer ist oft am längeren Hebel als der Kapitalgeber. Fehlinvestitionen, weil Geld viel zu billig ist. Höherer Verschuldungshebel, da Geld (fast) gratis zu bekommen ist. Immobilienblasen mit immer mehr Leerwohnungen. Und so weiter und so weiter. Für mich rechtfertigen die massiven Nebenwirkungen den längerfristigen Einsatz der Negativzinsen nicht (ausser der finanzielle Zustand der Staaten und der Weltwirtschaft wäre viel schlechter, als man uns heute weis macht). Mir ist bewusst, dass die Schweiz in einem sehr engen Korsett ist und nur beschränkt einen Sonderzug fahren kann. Wenn aber ein Zug in die falsche Richtung fährt, sollte man sich doch immer überlegen, ob man das wirklich mitmachen will.

Allen Leserinnen und Leser wünsche ich frohe und erholsame Festtage und bedanke mich für die zahlreichen Inputs im vergangen Jahr.

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Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Blutegel
Bei der Blutegel-Therapie scheiden sich die Geister. Die einen schätzen die kleinen Tiere hoch, kennen die wohltuende Behandlung bereits von ihren Eltern oder Grosseltern oder von früheren Behandlungen. Andere können sich erst mal gar nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass sich auf ihrer Haut eine Art Wurm an ihrem Blut gütlich tun sollte.
Viele Patienten möchten den Egeln erst mal nicht bei ihrer Arbeit zusehen. Bereits bei der zweiten Behandlung ändert sich ihre Einstellung meist. Die positiven Wirkungen haben das Interesse an den Tierchen geweckt. Die Egel sind gar nicht so eklig.

Der Blutegel
Von den zirka 600 bekannten Blutegel-Arten werden weltweit 15 Arten medizinisch verwendet. Hirudo medicinalis, der medizinische Blutegel, ist aufgrund seiner heilsamen Eigenschaften der Favorit. In der Schweiz wird ausserdem hirudo verbana verwendet. Der Egel hat an seinen beiden Körperenden jeweils einen Saugnapf. Mit diesen bewegt er sich fort. Der Kopf-Saugnapf ist mit feinen Zähnchen ausgestattet, mit welchen er die Haut eröffnen kann. Die Tiere sind wahre Fastenkünstler: Ein Egel trinkt nur etwa 1 cl Blut – von dieser Mahlzeit kann er länger als drei Jahre leben – ohne «Zwischenmahlzeit»!
Das engliche Wort für Blutegel, «leech» war im Mittelalter gleichbedeutend mit «Heiler», was ihre Wichtigkeit zu dieser Zeit bezeugt. Für den grossen Bedarf wurden damals Unmengen an Tieren von professionellen «Blutegel-Fängern» aus den Seen gefischt, was zum Rückgang der Egel geführt hat. Die heute in der Praxis verwendeten Medizinal-Blutegel stammen aus Schweizer Zucht und erreichen den Therapeuten ganz unaufgeregt per Nachtexpress.
Heute gibt es immer noch Blutegel in den Schweizer Seen. Sie stehen aber unter Schutz. Ich bin beispielsweise per Zufall auf einer Pflanzenwanderung über Oberkaisten nach Laufenburg auf eine spezielle Art, den eleganten Pferde-Egel, gestos­sen.

Die Blutegel-Therapie
Die Wirkungen der Blutegel sind mannigfaltig. Ihr Speichel beinhaltet mehr als 30 wirksame Substanzen. Die Wirkstoffe Hirudin, Bdellin, Eglin und Calin beispielsweise wirken blutgerinnungshemmend und entstauend. Andere Substanzen wirken direkt entzündungshemmend auf das umliegende Gewebe. Durch den Blutverlust wird die Bildung von neuen Blutzellen angeregt. Ein zusätzlicher positiver «Nebeneffekt» ist eine seelische Erleichterung, die sich unmittelbar nach der Behandlung einstellt.
Blutegel werden bei verschiedensten Erkrankungen traditionell eingesetzt. Am häufigsten sind schmerzhafte Gelenkerkrankungen wie Arthritis, Epikondylitis (Tennisarm) oder Kniearthrose oder die Daumengelenkarthrose sowie Erkrankungen der Weichteile wie rheumatische Erkrankungen oder Fibromyalgie. An zweiter Stelle stehen Erkrankungen, welche das Lymphsystem oder den Blutkreislauf betreffen: Venöse Stauungen der Beine, Venenentzündungen, Varikose (Krampf­adern) und Durchblutungsstörungen sowie erschwerte Wundheilung nach Verletzungen und operativen Eingriffen.

Blutegel im Fricktal
Alte Flurnamen wie «Igelsee» oder «Eglisee» bestätigen Egel-Vorkommen in der Schweiz. Auch im Fricktal gibt es einen solchen Ort: Zwischen Möhlin und Wallbach, nahe am Rhein, befindet sich der Zeininger «Ägelsee». Vielleicht können Sie dort ja immer noch Egel finden? 

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Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

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Nichtbekanntgabe von Betreibungen im Betreibungsregisterauszug
In der Schweiz besteht die Möglichkeit, dass jeder jeden betreiben kann. In diesem Zusammenhang sind die Betreibungsämter nur zur Prüfung der formellen Anforderungen befugt. Ob die Forderung gerechtfertigt ist oder nicht, ist hingegen nicht Gegenstand dieser Prüfung. Der betriebene Schuldner kann sich aber dagegen wiederum – egal, ob die Betreibung berechtigt ist oder nicht – mit Rechtsvorschlag wehren, wodurch das Betreibungsverfahren für den Schuldner stillsteht und der Gläubiger wieder am Zug ist. Im Betreibungsregisterauszug verbleibt jedoch der Eintrag mit der Bemerkung «Rechtsvorschlag erhoben» weiterhin bestehen.

Eine Löschung ohne den Gerichtsweg zu beschreiten war bis anfangs Jahr nicht möglich. Die Revision des SchKG sieht aber seither die Möglichkeit vor, Betreibungen im Betreibungsregister nicht mehr bekannt zu geben, ohne dass gleich der Gerichtsweg zur Löschung eingeschlagen werden muss. Seit dem 1. Januar 2019 haben Schuldner bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen neu die Möglichkeit, mittels eines Gesuchs zu verlangen, dass Betreibungen nicht mehr auf dem Betreibungsregisterauszug ersichtlich sind. So gibt das Betreibungsamt gestützt auf die neue Bestimmung (Art. 8a Abs. 3 SchKG) Dritten keine Kenntnis von einer Betreibung, wenn der Schuldner nach Ablauf einer Frist von 3 Monaten seit Zustellung des Zahlungsbefehls ein entsprechendes Gesuch stellt und die Nichtbekanntgabe der Betreibung – was einer «Löschung» gleichkommt – beantragt. Dies aber nur, sofern der Gläubiger auf dieses Gesuch hin, nach Ablauf einer vom Betreibungsamt angesetzten Frist von 20 Tagen zur Stellungnahme, den Nachweis nicht erbringt, dass rechtzeitig ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlages eingeleitet wurde.

Zusammenfassend heisst das, dass der Schuldner, nachdem er Rechtsvorschlag erhoben hat, erst einmal 3 Monate ab Zustellung des Zahlungsbefehls abwarten muss. Wenn der Gläubiger während dieser 3 Monate (oder auch jederzeit danach) kein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlags eingeleitet oder Klage eingereicht hat, kann der Schuldner beim Betreibungsamt ein Gesuch stellen, dass die betreffende Betreibung Dritten nicht mehr zur Kenntnis gebracht werden soll. Das Betreibungsamt fordert den betreibenden Gläubiger umgehend auf, innerhalb einer Frist von 20 Tagen zum Gesuch Stellung zu nehmen. Falls der Gläubiger bis zum Ablauf der Frist keinen Nachweis erbracht hat, dass er ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlages eingeleitet hat, gibt das Betreibungsamt dem Gesuch statt und führt die betreffende Betreibung von diesem Zeitpunkt an im Betreibungsauszug nicht mehr auf. Das Gesuch wird jedoch abgewiesen, wenn der Schuldner gegen die Betreibung keinen Rechtsvorschlag oder aber nur Teilrechtsvorschlag erhoben hat, da in solch einem Fall kein Rechtsschutzinteresse besteht, da die Forderung als nicht bestritten gilt. Die Gebühr für ein solches Gesuch beträgt pauschal 40 Franken.
Sollten Sie in diesem Zusammenhang Fragen oder weitere Ausführungen wünschen, können Sie uns jederzeit konsultieren.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Der jungen Generation wird (zu) viel aufgehalst
Es ist vielen bewusst und trotzdem wird nur sehr langsam etwas gemacht: Die ältere Generation schränkt die nächsten Generationen in ihrem Handlungsspielraum massiv ein und schwächt deren Möglichkeiten in der Zukunft. Das hören Ältere natürlich nicht gerne. Sie haben hart und meist auch noch körperlich für ihre Rente gearbeitet und wollen diese nun geniessen. Das ohne Abstriche. Dass aber das ganze Renten- und Gesundheitssystem nicht für eine weitere Lebenserwartung von 20 Jahren im Durchschnitt ausgelegt ist, will man nur teilweise wahrhaben. Wer laut über Sanierungsmassnahmen spricht, wird sofort in die konservative Ecke gedrückt und will den Rentnern etwas wegnehmen. Leider kommt nun noch die extreme und nun schon länger anhaltende Tiefzinsphase dazu. Längerfristig ansprechende Renditen zu erzielen, wird schwieriger. Auch wenn in den letzten Jahren die Zahlen durch starke Aktienrenditen noch recht gut waren. Hier deutet aber vieles darauf hin, dass die nächsten Jahre renditemässig schmaler werden. Ein Auffangen dieses Loches durch die sicheren Anlagen wie Obligationen und Immobilien kann man definitiv auch nicht erwarten. Unser System hockt in der Falle und kaum jemand wagt zu sagen, dass es rasch vernünftige Massnahmen braucht. Persönlich sehe ich nur den Kompromiss: Etwas höheres Rentenalter, leicht höhere Beiträge und leicht tiefere Renten. Ansonsten wird unser System schleichend zur totalen Umverteilungsmaschine: zu Lasten der jüngeren Generation durch zukünftige Verpflichtungen und zu Gunsten der älteren Generation, welche mehr bekommt, als die aktuelle Situation zulässt.

Auch im Umweltbereich halsen wir der Jugend möglicherweise grosse Verpflichtungen für die Zukunft auf. Wir konsumieren mehr, als die Natur wieder herstellen kann, leben also von der Vergangenheit zu Lasten der Zukunft. Im Anlagebereich würden wir Schulden machen. Darauf gehe ich hier aber nicht mehr weiter ein, da dieser Teilbereich aktuell ein Dauerthema ist.

Im Gesundheitswesen sehen wir auch eine ähnliche Tendenz. Die Kostensteigerungen, welche nur zum kleineren Teil von den 20-, 30-Jährigen verursacht werden, müssen aber stark von ihnen mitgetragen werden, direkt oder indirekt über einen immer grös­seren Staatsanteil oder immer mehr ausufernde Krankenkassenprämienverbilligungen.

Die Tiefzinsphase beraubt einen Teil der jüngeren Generation aber auch um Möglichkeiten. In jüngeren Jahren etwas sparen, damit man später Wohneigentum erwerben und/oder eine Familie gründen kann, ist viel schwieriger geworden. Ein guter, positiver Zins auf dem Konto hat früher dank Zins- und Zinseszinseffekt recht schnell viel Kapital dazu beigetragen. Da ist heute totale Fehlanzeige. Es entsteht der Eindruck, sparen mache gar keinen Sinn mehr. Umgekehrt wird suggeriert, der sofortige und totale Konsum sei möglich. Leasing und Kleinkredite sind so günstig wie noch nie zuvor. Richtig genervt habe ich mich an der Fernsehwerbung eines staatsnahen Finanzinstituts. Das Motto: Sparen ist out, man muss anlegen. Wieso? Weil es zuerst das Sparen braucht, damit man etwas zum Anlegen hat; weil Anlagen oft ein ganz anderes Risikoprofil haben und oft auch einiges teurer sind, und vor allem, weil das Grundproblem nicht so einfach gelöst werden kann.

Sicher ist das Generationenproblem nicht ganz so einseitig, wie ich das hier beschreibe. Längerfristig fair ist es aber kaum und die Jüngeren haben eine viel zu schwache Lobby.

Schlussendlich kommt durch (oft späte) Erbschaften wieder bei einigen etwas zurück. Aber längst nicht bei allen.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
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Winter-Depression
In unseren Breiten beginnt wieder die Zeit der langen Nächte und kurzen Tage. Die Tag- und Nacht-Gleiche (23.9.) ist lange vorbei und der kürzeste Tag (22.12.) naht. In den Tropen, nahe am Äquator, gibt es das nicht. Je weiter man in den Norden oder Süden Richtung Nord- und Südpol geht, desto ausgeprägter sind die Unterschiede. Das geht bis zu «immer» Nacht im Winter und «immer» Tag im Sommer. Das hat auch auf uns Menschen und vor allem auf unsere Psyche einen Einfluss. Viele von uns freuen sich auf die gemütliche Zeit mit warmen Getränken (Tee/Glühwein) vor einem Feuer. Andere fürchten die langen Abende. Wenn Sie eher zu den letzteren gehören, können Ihnen vielleicht die folgenden Tipps helfen.
Bei einer ausgeprägten Form dieser Beschwerden könnte es sich auch um eine saisonale Depression handeln.
Von einer saisonalen Depression oder SAD (Seasonal Affective Disorder) spricht man, wenn folgende Symptome auftreten:
- übermässiges Schlafbedürfnis und
- zwanghafter Konsum von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln.
Des Weiteren verspürt man eine depressive Verstimmung, ausgeprägte Ängstlichkeit, Energiemangel und Konzentrationsprobleme. Manche sehr empfindliche Menschen können diese Symptome auch in einem Sommer mit schlechtem Wetter entwickeln.
Als wichtiges Kriterium gilt die Wiederholung derselben Symptome während zwei aufeinanderfolgenden Wintern (und deren Abklingen in den anderen Jahreszeiten).
Zu einer Verbesserung der Beschwerden, und das dürfen alle, kommt es mit folgenden Verhaltensänderungen:
- raus in die Natur, einen Spaziergang machen. Schöner wird er natürlich, wenn die Sonne scheint
- ausreichende Bewegung (ebenfalls am besten draussen)
- wie immer: eine ausgewogene Ernährung; jetzt mit den wunderbaren saisonalen, reifen Früchten und Gemüsen
- und nicht zuletzt mit einem regelmässigen Zubettgehen
Am wichtigsten erscheint mir dabei das Aus-den-vier-Wänden-Gehen. Auch wenn die Sonne nicht scheint, ist das natürliche Licht fast eine Therapie.
Es wurde nämlich wissenschaftlich belegt, dass eine Lichttherapie die Therapie der ersten Wahl für die Behandlung dieser Erkrankung ist. Die Ansprechrate liegt zwischen 60 und 90%. Falls das Ergebnis noch nicht befriedigend ist, kann zusätzlich eine medikamentöse Therapie mit Antidepressiva und/oder eine kognitive Verhaltenstherapie eingesetzt werden.
Worin besteht jetzt eine Lichttherapie?
Der Patient/in ist täglich:
- innerhalb von 2 Stunden nach dem Aufwachen und
- während 30 Minuten
- in einem Abstand von 30 Zentimetern
vor einer besonderen Lampe (einer Lichtquelle mit 10 000 Lux = Einheit der Beleuchtungsstärke). Während dieser Zeit darf man lesen, am Computer arbeiten, alles, was einem gefällt, wenn die oben genannten Bedingungen erfüllt sind. In der Regel wird bereits nach 2 bis 4 Tagen eine Verbesserung wahrgenommen, ein Erfolg stellt sich nach 1 bis 2 Wochen ein. Wie bei jeder Therapie werden auch unerwünschte Wirkungen beschrieben: Kopfschmerzen, müde Augen, Hyperaktivität, Schlaflosigkeit oder übermässiges Schlafbedürfnis. Sie sind leicht und harmlos und klingen meist nach einigen Sitzungen ab. Je nach Intensität beginnt man die Therapie mit einer schwächeren Lichtintensität oder einer kürzeren Dauer vor der Lampe. Die schrittweise Erhöhung hilft mit den unangenehmen Nebenwirkungen besser fertig zu werden. Eine übermässige Einwirkung des Lichtes mit einer Art Sonnenbrand wird es nicht geben. Die Lampe gibt nur ein weisses Licht ohne den UV-Anteil ab. Bei Patienten, die gleichzeitig mit photosensibilisierenden Therapien behandelt werden, wird mit Vorsicht an eine Lichttherapie herangegangen. Bei Augenerkrankungen wie bei einem grauen oder grünen Star, Makuladegeneration oder ähnlichem wird eine vorgängige augenärztliche Untersuchung empfohlen.
Diese Art der Therapie wird bei einer fachärztlichen Diagnose von den Krankenkassen aus der Grundversicherung übernommen.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Klimahysterie – Einfluss auf die Finanzmärkte
Dies hier ist keine politische Kolumne oder Ratgeber. Trotzdem wage ich mich im Zusammenhang mit den Finanzmärkten auf dieses Glatteis (das sicher noch nicht weggeschmolzen ist...). Dass wir nicht so weiter machen können und sollten wie in den letzten 100 Jahren, das steht für mich ausser Frage. Unsere auf Konsum und Wachstum ausgerichtete Gesellschaft (schauen wir nur mal das weltweite Bevölkerungswachstum in den letzten 50 Jahren an) nimmt zu wenig Rücksicht auf unsere natürlichen Ressourcen und das Klima. Was nun aber abgeht, ist schon fast hysterisch, und es braucht wieder viel mehr Leute mit kühlem Kopf und einem längerfristigen, realistischen und internationalen Plan. Wenn alles chaotisch verläuft, wird wahrscheinlich unsere Wirtschaft massiv darunter leiden, was dann ganz neue Probleme gibt respektive teilweise kontraproduktiv für den Natur- und Klimaschutz wird. Die stetig wachsende Bevölkerung und der zunehmende weltweite Wohlstand haben viele Gewinner hervorgebracht, aber leider auch die Wirkung vieler technologischen Verbesserungen und Sparanstrengungen im Keime erstickt. Änderungen brauchen Zeit und ohne internationale Koordination ist der Erfolg bescheiden. Dafür braucht es auch den Mut, diverse Grundprobleme anzugehen und nicht nur auf den technischen Fortschritt zu hoffen. Mit vielen neuen und überstürzten Gesetzen und Verboten ist es auch nicht gemacht. Bei der ernsthaften Diskussion darf es keine Tabuthemen (Atomkraft als kleineres Klimaübel? Wie kann das Bevölkerungswachstum gebremst werden? Was bringt wirklich etwas und was können wir uns leisten?) geben. Die ganze Welle schwappt nun auch auf die Finanzmärkte. Themenfonds und Themenprodukte schiessen wie Pilze aus dem Boden. Hier ist eine grössere Vorsicht geboten. Eine gute Idee heisst noch lange nicht, dass sie längerfristig aufgeht. Auch enthalten die Preise, welche man dafür bezahlt, oft viel warme Luft, welche dann schnell entweicht, wenn das Thema wieder aus den Medien verschwindet. Persönliches Fazit: Ja, wir müssen zu unserer Erde mehr Sorge tragen. Hysterie ist aber der völlig falsche Ratgeber. 

 Wohnungsüberproduktion geht munter weiter
Der Leerstand an Wohnungen steigt weiter an. Einerseits, weil die Produktion weiterhin hoch ist, anderseits weil das Bevölkerungswachstum zwar noch vorhanden ist, aber sich etwas abgeschwächt hat. Aktuell kann man über alles gesehen noch nicht von einem grossen Problem sprechen. Die Situation verschärft sich aber von Monat zu Monat. Das Hauptproblem sind die extrem tiefen Zinsen, welche Fehl­entscheide nicht oder erst viel später bestrafen. Ich bin nicht gegen Neuengagements. Nur die Anforderungen an Lage, Grundrisse und Preise müssen hoch sein. Noch mehr vom schon Vorhandenen wird kaum erfolgreich sein.

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Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Schröpfen im Fricktal
Das Schröpfen gehört wie auch die Blutegeltherapie oder das Baunscheidtieren zu den sogenannten «ausleitenden Methoden» der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde. Schröpfen ist ein uraltes Verfahren, bei welchem die Haut nicht wie bei einer Massage nach innen gedrückt, sondern mittels Schröpfgläsern und einem darin erzeugten Vakuum nach aus­sen gezogen, gelockert wird. Heutzutage werden Schröpfköpfe aus Glas verwendet. Das Vakuum im Glas kann durch Erhitzen (= warmes Schröpfen) oder Absaugen (= kaltes Schröpfen) der Luft erzeugt werden.
Es löst verspannte Muskulatur, lockert das Gewebe und regt den Blut- und Lymphfluss an. Über die Reflexzonen am Rücken werden die inneren Organe angeregt.

Blutiges Schröpfen, trockenes Schröpfen und Schröpfkopfmassage
Das blutige Schröpfen, bei dem man vor der Schröpfglasanwendung die Haut ritzt, wird heute in der Schweiz kaum mehr angewandt. Trocken geschröpft wird meistens am Rücken. Einerseits, weil sich hier oft schmerzhafte Symptome zeigen, andererseits können am Rücken über reflektorische Verbindungen auch innere Organe erreicht werden. Für die Schröpfkopfmassage wird mit einem speziell breitrandigen Glas der Rücken bearbeitet. Sie ist eine sehr angenehme Therapie bei Schmerzen und Verspannungen.
Mittels der trockenen Schröpfung werden gezielt Blutergüsse gesetzt. So werden vor allem chronisch entzündliche Krankheiten behandelt, welche im Grunde auf einem Mangel an Wärme basieren. Der Organismus versucht sich durch Fieber oder Entzündung zu heilen, schafft dies jedoch nicht ganz. Folge: Immer wieder kommt es zur Entzündungsreaktion: Schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Muskelverspannungen, Arthrosen, Arthritis und Rückenschmerzen, chronische Atemwegserkrankungen wie chronische Bronchitis oder immer wiederkehrende grippale Infekte, Mandelentzündungen, das prämenstruelle Syndrom PMS, chronische Kopfschmerzen sowie chronische Harnwegsinfekte.

 Die Naturheilkunde hat hier den Ansatz, die Entzündung (die grundsätzlich ein Heilungsversuch des Körpers war) nicht zu unterbinden, sondern sie zu stützen. Dies aber nicht auf dem geschwächten Organ, sondern über die Haut oder die Reflexzonen am Rücken. Der Körper reagiert auf den Reiz wie bei einer Verletzung mit der Aktivierung diverser Aufräummechanismen, das Immunsystem reagiert, die Blutbildung wird angeregt, das Gewebe wird neu organisiert. Es bleibt über mehrere Tage eine wohlige Wärme zurück. Die Schröpfbehandlung wird in kurzen Abständen sechs- bis neunmal wiederholt.
Nicht geschröpft wird in der Schwangerschaft, bei geschwächten Menschen sowie bei Patienten mit einer Herzschwäche.

Schröpfen im Fricktal
Schröpfen ist nicht neu. Geschröpft wurde vermutlich schon vor rund 5300 Jahren im Gebiet Mesopotamiens. Im alten Griechenland wurde dann so viel geschröpft, dass das Schröpfglas die ärztliche Kunst symbolisierte. Später im Mittelalter wurde bekanntlich so ausgiebig zu Ader gelassen und ausgeleitet, dass die Redewendung «de het mi zümftig gschröpft» noch bis heute eine negative Bedeutung hat.
Aber warum in die Ferne schweifen? – In Laufenburg fand man vor wenigen Jahren auf dem Boden des heutigen «Rhyparks» Kellergemäuer aus dem 15. Jahrhundert: Das ehemalige «Siechenhaus», eine spezielle Krankenstation. Es konnten unter anderem Salbentöpfchen und Schröpfköpfe aus Ton geborgen werden. Dies bezeugt, dass auch im mittelalterlichen Fricktal fleissig geschröpft wurde!

 

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Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Gibt es einen wirksamen Schutz vor den Negativzinsen?
Seit mehreren Jahren haben wir nun Negativzinsen. Nicht nur die kurzen Zinsen sind negativ: nein, auch 10-jährige Obligationen der Schweizer Eidgenossenschaft sind klar negativ. Aktuell kann man festverzinslich also nur anlegen, wenn man bereit ist, Risiken einzugehen. Dabei muss aber genau geprüft werden, ob das nach allen Kosten (Kauf-/Verkaufskosten, Depotgebühren) auch wirklich Sinn macht. Risiko ohne jegliche Entschädigung macht kaum Sinn. Normale Kontolösungen bringen (inkl. zu zahlender Spesen) gar nichts mehr. Trotzdem macht es keinen Sinn, um jeden Preis Anlagen zu suchen. Da die Teuerung sehr, sehr tief war und ist, behält das Geld grösstenteils seine Kaufkraft. Falls in Zukunft die Negativzinsen noch schärfer umgesetzt würden, gäbe es noch die Variante, auf Bargeld umzusteigen. Natürlich birgt auch das Risiken, welche gut abgewogen werden müssen. Man könnte aber wenigstens die schizophrene Situation vermeiden, dass man Geld ausleiht und weniger zurückbekommt. Würden Sie einem Nachbarn ihren Rasenmäher ausleihen, wenn Sie sicher wüssten, dass er defekt zurückkommt? Ich habe auch kein Patentrezept. Aber um jeden Preis Anlagen machen, welche nach allen Kosten auch nichts bringen, das ist definitiv keine vernünftige Lösung.

Widersprüchliche Signale
Die Signale der Finanzmärkte sind teilweise widersprüchlich. Die aktuelle Zinssitua­tion deutet eher auf eine Abschwächung der Wirtschaft oder sogar eine Rezession hin. Gleichzeitig boomen aber die Aktienmärkte und die Bewertungen sind auf einem Mehrjahreshoch. Die Jagd nach potenziellen Renditequellen ist weiterhin im vollen Gange. Wie lange das so weiter geht, kann niemand genau sagen. Trends dauern oft lange und enden immer wieder in einer Übertreibung.

Beteiligungsgesellschaft Newventuretec wird liquidiert
Die Aktionäre haben an einer ausserordentlichen Generalversammlung die Liquidation und die Ausschüttung der Mittel der Gesellschaft beschlossen. Nach dem heutigen Wissensstand sollte ein Erlös von zirka 11 Franken möglich sein, was nochmals rund 10 Prozent höher ist als der gegenwärtige Aktienkurs. Diese volatile Aktie war vor einem Jahr noch bei rund 4 Franken und wird nun in den nächsten Monaten definitiv von der Börse verschwinden.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

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